Alternativtext

Bildung - Forschung - Entwicklung

Deutsch-Palästinensischers Kammerpartnerschaftsprojekt

Projektbeschreibung:

Nach einer vorausgegangenen Feasibility-Studie stellte die GES 1996 im Auftrag der Handwerkskammer zu Köln einen Langzeitexperten zum Palästinensischen Kammerdachverband zur Durchführung eines Kammerpartnerschaftsprojektes ab. Aufgabe war es, die palästinensischen Kammern als Service-Einrichtungen insbesondere für die mittelständische Wirtschaft zu profilieren.

Die Projektaktivitäten konzentrierten sich im wesentlichen auf drei Bereiche:

  • Interne Kammerorganisation und -verwaltung
  • Gewerbliche Aus- und Fortbildung von Arbeitnehmern in Mitgliedsbetrieben
  • Maßnahmen zur Wirtschafts- und Gewerbeförderung

Bei der relativen Dichte regionaler Kammern im Vergleich zur territorialen Größe der Palästinensischen Gebiete bot sich ein spezifisches Projektdesign an: Einzelne Maßnahmen wurden unter Beteiligung des Kammerdachverbandes jeweils in einzelnen Regionalkammern durchgeführt, die dazu notwendigen Kompetenzen und Ressourcen dort installiert. Dem Kammerdachverband kam die Aufgabe zu, die Ergebnisse anderen Kammern zugänglich zu machen und dort gegebenenfalls für eine erneute Implementierung zu sorgen. Gleichzeitig wurden ihm bezügliche Aufgaben und Lobbyarbeiten gegenüber politischen Entscheidungsträgern übertragen. Beispiel Gewerbliche Aus- und Fortbildung: In der Kammer Hebron wurde eine Einrichtung für gewerbliche Aus- und Fortbildung installiert. Gleichzeitig wurde der Kammerdachverband für die übernahme eines Sitzes im zuständigen Ausschuß des Arbeitsministeriums geschult. Beispiel interne Verwaltung: Nachdem mit Hilfe der deutschen ODAV ein EDV-gestützten Verwaltungssystems in einer Regionalkammer etabliert werden konnte, kam dem Kammerdachverband die Aufgabe zu, dieses System in den übrigen Regionalkammern zu propagieren und Daten von allgemeinem Interesse – Raten von Unternehmensgründungen beispielsweise - in anonymisierter Form bei sich zu zentralisieren.

Um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu sichern, wurden jeweils besondere Vorgehensweisen gewählt: Statt etwa die oben genannten Fortbildungskurse in der Kammer Hebron selbst durchzuführen, bildete die Kammer Köln in ihrem Fortbildungszentrum Mitarbeiter oder Mitglieder der palästinensischen Kammer als je fachbezogene Ausbilder aus. Mitarbeiter der Kammer wurden sektorbezogen in der Analyse von Fortbildungsbedarfen, in Curriculumentwicklung, Kursverwaltung, in der Einrichtung von Prüfungsausschüssen usw. geschult.

Unabhängig von der Integration sämtlicher Kammern in Maßnahmen von allgemeiner Bedeutung, waren neben dem Kammerdachverband die Kammern Hebron, Ramallah, Bethlehem Dschenin und Gaza schwerpunktmäßig involviert.

Auftraggeber:

Handwerkskammer zu Köln im Auftrag der Stiftung für Wirtschaftliche Entwicklung und Berufliche Qualifizierung (SEQUA), Bonn/ Deutschland

Zeitraum: 1996 - 2001

Anprechpartner:

Albert Over (e-Mail: over@ges-kassel.de; phone: +49-561-72975-33)