Alternativtext

Bildung - Forschung - Entwicklung

Deutsch-Palästinensisches Existenzgründungsprogramm

Projektbeschreibung:

Mit der Förderung von Unternehmensgründungen sollte die wirtschaftliche Entwicklung in den Palästinensischen Gebieten abgesichert werden. Dazu stellte die Deutsche Ausgleichsbank bzw. ab 1999 die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft einen Kreditsonderfonds und eine Garantiefonds zur Verfügung. Ein komplementärer Anteil wurde von Seiten der palästinensischen Partnerbanken bereitgestellt. Das bereitgestellte Fondsvolumen betrug etwa 5 Mio €, der Garantiefonds umfaßte ca.760.000 €.

Als Koordinator zur Einrichtung des Fonds und zur Unterstützung der beteiligter Partnerbanken – Arab Bank und Palestine Investment Bank – entsandte die GES ab 1997 einen Mitarbeiter in die Palästinensischen Gebiete und richtete ein Projektbüro ein. Der Koordinator unterstützte die beiden Banken in der sachgemäßen Einrichtung und Verwaltung der Fonds. Neben individuellen Beratungsleistungen legte die GES dazu ein set von Schulungsmaßnahmen für involviertes Bankenpersonal auf. Die Maßnahmen behandelten sowohl den sachgemäßen Umgang mit der Klientel – Beratung von Gündungsinteressenten und Jungunternehmern, Beurteilung von Finanzierungsanträgen etc. – als auch die Einrichtung angemessener bankinterner Verwaltungsstrukturen: Kreditmonitoring, Portfolioverwaltung usw. Daneben übernahm der Koordinator anfänglich auch die Beratung von Gründungsinteressenten. Zur Schulung der Gründungsinteressenten hatte die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit parallele Gründerkurse eingerichtet.

Bis März 2002 konnten insgesamt 220 Gründungskredite bewilligt werden. Das ausbezahlte Kreditvolumen betrug rd. 5,5 Mill. USD. Insgesamt wurden etwa 150 neue Unternehmen mit etwa 1.000 neuen Arbeitsplätzen gefördert. Trotz zum Teil schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen in den Palästinensischen Gebieten kam es bis Ende März 2002 lediglich zu 18 Kreditausfällen.

Auftraggeber:

Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG)

Zeitraum: 1997 - 2001

Projektpartner:

Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)

Anprechpartner:

Albert Over (e-Mail: over@ges-kassel.de; phone: +49-561-72975-33)